
Unser Ziel finde ich da zwar nicht, aber anhand der wenigen mir bekannten Schriftzeichen finden wir wenigstens einen Bus in die richtige Richtung. Anfangs noch angenehm leer (alle Sitzplätze belegt, ca. 20 Personen stehen) wird der Bus nach wenigen Haltestellen so richtig schön voll. Über die Bordlautsprecher läuft laute klassische Musik, immer wieder unterbrochen von der Aufforderung, doch bitte nach hinten durchzugehen (Gerne! Dazu müssten sich allerdings die 50 Leute im hinteren Teil irgendwie in Luft auflösen…).
Nahe am Ziel kommt der Bus nicht weiter und wir steigen aus. In Xi’an wird gerade eine U-Bahn gebaut, und die Hauptverkehrsstraßen haben sich in Großbaustellen verwandelt. Von einer Brücke bekommt man einen schönen Einblick:

Ein Arbeiter steht (ungesichert) auf einem Absatz in 10 Meter Höhe und entfernt Erdreste

Irgendwann wird es zu eng, aber zum Glück gibt es ja hilfsbereite Baggerfahrer


Rund um die Baustelle das übliche Verkehrsgewusele (haben wir jetzt Links- oder Rechtsverkehr? Eigentlich egal…)

Während sich die Fußgängermassen über Brücken quälen.

Von der Baustelle ist man zu Fuß in zehn Minuten am Museum. Der Eintritt ist frei, aber ein Ticket braucht man trotzdem – und um Schwarzhandel vorzubeugen erhält man ein solches nur gegen Vorlage des Ausweises. Den haben wir natürlich nicht mit, also: Museum ein anderes Mal. Aber dem Treiben auf den Straßen Chinas zuzusehen ist selbst nach über einem Jahr hier immer noch die beste Unterhaltung.
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