Ich habe heute bruellend laut meine Best-of-ACDC gehoert, danach die neue Metallica, und zum Abschluss noch Depeche Mode. Das war wie eine erfrischende Dusche nach einem Bad in Jauche. Wieso? Nun, am Wochenende sind wir mit dem Zug gefahren, in der billigsten Klasse, dem "Hard Seater". Der groesste Haken am Hard Seater ist allerdings nicht der harte Sitz, der ist vielmehr recht weich und ich habe in Deutschland schon unbequemer gesessen. Der groesste Haken ist der nicht abstellbare Lautsprecher in der Wagendecke. Dort werden immer die naechsten Stationen angesagt, das ist durchaus hilfreich da die Zuege nur kurz halten und wenige Zeit zum Aussteigen ist. Aber anscheinend koennen Chinesen Stille nicht ertragen oder sie muessen sich permanent versichern, dass die Krachanlage auch wirklich noch funktioniert. Und wie macht man das? Man spielt Musik. Non-Stop. Saxophon. Kenny G. Und der covert dann Rock-Klassiker wie Celine Dion, Richard Marx, Phil Collins und die Carpenters. Ohne Pause, stundenlang.
Beim Fruehstueck im Hotel vor der Abfahrt hatten wir schon eine Stunde "Power of Love" von Jennifer Rush gehabt. Im Original, ohne Kenny G. Immer wenn es zu Ende war ging es wieder von vorne los. So laut, dass man sich kaum unterhalten konnte.
Anders als Qimonda wird mein neuer Arbeitgeber keine Erschwerniszulage fuer den Aufenthalt in China zahlen... :-(
Rückblick
vor 16 Jahren
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